eine junge Frau mit feinem blonden Haar schaut kritisch in die Kamera.

Dünnes Haar, schöne Frisur: Was hilft, was schadet, und eine Lösung, die richtig gut ist

Kommt dir das bekannt vor? Styling Mousse einmassieren, föhnen, toupieren, einsprühen, zur Sicherheit nochmal einsprühen, fertig. Ein wenig später fällt das Haar in sich zusammen wie ein Soufflé. Oder du stehst im Sonnenlicht, und die Kopfhaut scheint durch. Ich habe Jahre damit verbracht, aus dünnem Haar mit Styling-Produkten etwas herauszuholen, das nicht da war. Dann habe ich etwas Besseres gefunden und das zeige ich dir hier.
Doch zuerst mein Blick auf Frisuren bei dünnem Haar: was geht, was schaden kann und wo die Grenzen liegen.

Inhaltsverzeichnis

Was dünnes Haar beim Styling schädigt

Eigentlich wissen wir es längst: dünnes Haar ist genauso empfindlich wie es aussieht. Manche Produkte und Routinen, die nach Pflege klingen, belasten das Haar zusätzlich. Und auch, wenn wir es nicht immer wahr haben wollen, darauf sollten Dünnhaar-Mädchen tunlichst verzichten:

Was für den Anfang hilft und dabei nicht schadet

Es gibt Produkte und Techniken, die bei dünnem Haar tatsächlich etwas bringen. Aber eben auch keine Wunder wirken. Das Ergebnis ist immer ein Kompromiss: Mehr Volumen am Morgen, weniger am Mittag. Kein Vergleich zu dem, was schönes und volles Haar ist.

Dünnes oder lichtes Haar will Pflege. Vor allem Feuchtigkeit. Ein bisschen was lässt sich gut kaschieren. Doch selbst die besten Produkte zaubern kein Haar herbei.
Das schadetDas hilft ein bisschen
VolumenToupieren: führt zu HaarbruchÜber-Kopf-Föhnen für Ansatzvolumen
VolumenVolumenpuder bringt Halt in den Ansatz
VolumenLeichtes Volumen-Shampoo und leichte Mousse
StylingZu viel Hitze: Glätteisen, Lockenstab, zu heißes FöhnenHitzeschutz bei jedem Föhnen, immer
StylingAlkoholhaltige Sprays: trocknen das Haar aus
StylingZu enge Zöpfe und Frisuren: belasten die Haarwurzellockere Zöpfe, Haarband, Brille im Haar
KaschierenSchüttelhaar oder Ansatzpuder zum Kaschieren
PflegeSchwere Öle und reichhaltige Kuren: beschweren das HaarFeuchtigkeitspflege, leicht und ohne Silikon
GenerellStarke chemische Behandlungen: Blondieren, Dauerwelle

Was ich gerne früher gewusst hätte

Ich war immer ein Dünnhaar-Mädchen und versuche seit ich denken kann das Beste aus meinen Haaren herauszuholen. Neue Produkte, andere Schnitte, andere Techniken. Ich habe alles ausprobiert. Immer in der Hoffnung, dass diesmal etwas dabei ist, das hält. Und ich habe vieles gemacht was ich besser gelassen hätte, weil es meinem Haar geschadet hat.

 

Irgendwann kam zum dünnen Haar auch noch Haarausfall. Da zeigte mir meine Frisörin etwas, was ich noch nicht kannte: einen kleinen Topper aus Echthaar. Ein kleines Haarteil, das per Clips ins eigene Haar geklemmt wird. Morgens rein, abends raus.

 

Hätte ich das doch nur früher gewusst! Es hätte mir Jahre Styling-Zeit gespart, viel Geld für Produkte, Extensions und anderes, das nie geholfen hat. Dann hätte ich schon viel früher die Haare gehabt, die sonst nur „die anderen“ haben.

Was ein „Topper“ ist, und was er kann

Ein Topper ist kein Haarersatz im klassischen Sinn. Er ist eher so wie die Buns oder Zöpfe, die man sich anstecken kann. Also ein Haarteil, das nur einen Teil des eigenen Haares ergänzt und dort abdeckt, wo sonst die Kopfhaut durchscheint, und zusätzlich Volumen gibt. Den Topper klemmt man sich per Clips ins Eigenhaar, genau wie eine Haarspange.

 

Er verblendet sich mit dem eigenen Haar. Damit man keinen Übergang zum Eigenhaar sieht, kann die Friseurin den Topper einschneiden und bei Echthaar auch farblich etwas angleichen.

 

Ergebnis: Das Haar sieht voluminöser aus, der Scheitel wirkt dichter, der Pony füllt sich. Und das Beste: Du brauchst morgens kein endloses Styling mehr und die Frisur hält.

Welche Topper-Varianten es gibt

Topper gibt es in sehr unterschiedlichen Größen. Von einem kleinen Modell, das nur den breiter werdenden Scheitel abdeckt, bis zum großen Modell für den gesamten Oberkopf. Das macht den Topper so flexibel.
Pony-Topper/Haaransatz-TopperOberkopf-Topper (verschiedene Größen)
BedecktPony bzw. Haaransatz
vom Scheitelbereich bis gesamter Oberkopf möglich
Gut beidünne Ponyzone, lichtem oder zurückweichendem Haaransatz, von breiter werdendem Scheitel bis flächigem Haarausfall am Ober- oder oberen Hinterkopf
Eigenhaar bleibt sichtbarSeiten, Nacken, Oberkopfje nach Größe Seiten, Nacken, Hinterkopf, Längen
Befestigungmeist Clips im Eigenhaar, aber auch kleben oder Bandmeist Clips im Eigenhaar, aber auch kleben oder Band

Was einen guten Topper ausmacht

Nicht jeder Topper ist gleich. Ob er natürlich aussieht oder auffällt, hängt von ein paar Faktoren ab, die du beim Kauf kennen solltest: Haarqualität, Haaransatz, Haardichte und Montur. Das sind keine Nebensächlichkeiten. Sie entscheiden darüber, ob du ihn täglich trägst oder ob er im Schrank landet.

Wann der Topper das Styling toppt

Frisuren und Styling können bei dünnem Haar einiges ausgleichen. Aber eben nicht alles:
Ein guter Topper sitzt in Minuten und gibt deinem Haar das Volumen zurück, das du vermisst:

Dein Look wirkt einfach selbstverständlich. Weil er das ist.

Du bist unglücklich mit deinem Haar aber unsicher, ob ein Topper für dich richtig ist?

Oder du fragst dich, ob doch noch andere Möglichkeiten gibt, die zu dir passen? Dann ruf mich an. Nicht als Verkaufsgespräch, sondern als kurzes Telefonat unter Frauen mit dem gleichen Thema. 15 Minuten, kostenlos, unverbindlich.

Häufige Fragen zum Thema Topper oder Haarteile

Ein Topper, auch Haarteil oder Hairpiece genannt, ist kein Vollersatz für dein Haar. Er bedeckt nur den Bereich, wo du Haare verlierst, und verbindet sich mit deinem Eigenhaar.
Ein Topper passt zu dir, wenn dein Haarausfall auf einen bestimmten Bereich begrenzt ist, zum Beispiel Scheitel, Oberkopf oder Mittelpartie, du noch genug Eigenhaar an den Seiten und im Nacken hast und eine Perücke für dich zu viel wäre.
Topper gibt es von der kleinen Scheitelabdeckung bis zum großflächigen Haarteil, das den gesamten Oberkopf bedeckt. Es gibt sie in Echthaar und Kunsthaar. Darüber hinaus unterscheiden sie sich im Haaransatz, der Montur und im Scheitel.

Nein, wenn der Haarausfall zu weit fortgeschritten ist, hält ein Topper nicht mehr gut oder der Übergang zum Eigenhaar sieht unnatürlich aus. Ob das bei dir der Fall ist, finden wir im Gespräch heraus.

Das kommt drauf an: Wenn du nur wenig abdecken musst, kannst du durchaus auch mit einer günstigen Lösung unter 100 Euro klar kommen.  Kunsthaar-Topper liegen meist um 150 bis 300 Euro. Für Echthhar-Topper zahlst du in etwa das gleiche wie für eine entsprechende Perücke. So um die 1.000 Euro geht’s los.

Eindeutig ja. Wer ständig toupiert oder Styling Produkte verwendet, belastet das Haar und die Haarwurzeln. Ein Topper wird morgens befestigt und dann hatt das eigene Haar Ruhe.

Im kostenlosen Kennenlern-Call reden wir 15 Minuten über deine Situation. Ich höre zu, du erzählst, wo du gerade stehst. Ich sage dir ehrlich, ob und wie ich dir helfen kann. Kein Verkauf, kein Druck. Die Beratung kannst du buchen, wenn ich dir zu einem Topper rate. Dann finden wir in einem weiteren halbstündigen Video Call heraus, welche Art von Topper für dich infrage kommt und du kannst gezielt einkaufen. 

Über die Autorin

Regina Tschöpe ist Perückenberaterin. Als Gründerin von HairUpGirl testet sie Modelle und Techniken auf Aussehen und Alltagstauglichkeit – und zwar meist am eigenen Kopf: Denn Regina trägt seit Jahren selbst Perücken. Ihre Kundinnen berät sie unabhängig von Marken, Studios und Verkaufsprovisionen. In ihrem Blog teilt sie eigene Erfahrungen mit dem Zweithaar, gibt konkrete Hinweise zum Perückenkauf und verrät Tipps rund um Styling, Pflege und das Leben mit Haarersatz.

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