Eine Frau leidet offensichtlich an Haarausfall, da sie eine Bürste mit vielen Haaren darin in der Hand hält.

Haarausfall bei Frauen: 3 Maßnahmen, die dir jetzt weiterhelfen

Du stehst morgens vor dem Spiegel und siehst schon wieder jede Menge Haare in der Bürste. Du hast schon einiges ausprobiert. Trotzdem wird es nicht besser. Haarausfall trifft Frauen nicht nur äußerlich. Mit jedem Haar scheint ein Stück Attraktivität, Sicherheit und Weiblichkeit zu verschwinden. Wenn du gerade mittendrin bist, weißt du genau, wie sich das anfühlt. Die gute Nachricht ist: hier zeige ich dir die 3 Schritte, die vielen Frauen in dieser Situation weiterhelfen.

Eines vorweg: du bist damit nicht allein. Laut dem Zentrum für moderne Haartransplantation sind etwa 20 bis 30 Prozent aller Frauen irgendwann im Leben von Haarausfall betroffen. Es fühlt sich oft wie ein Tabuthema an. Ist es aber nicht.

Inhalt

Eine Frau lässt ihren dünner werdenden Haarausfall vom Arzt untersuchen.

Maßnahme 1: Lass die Ursache medizinisch abklären. Jetzt.

Haarausfall gibt sich nicht einfach von allein. Solange du nicht weißt, warum deine Haare ausfallen, stocherst du im Nebel. Hat das nicht doch noch etwas Zeit? Nein. Je früher du mit einer Therapie startest, desto größer ist die Chance auf Besserung.

Warum der Arztbesuch der erste Schritt sein sollte

Vielleicht reicht doch erstmal das Shampoo vom Frisör? Oder die Vitamintabletten der Freundin? Klingt naheliegend. Aber weder das eine noch das andere klärt die Ursache. Gut gemeinte Tipps helfen selten und kosten vor allem wertvolle Zeit. Ganz abgesehen davon, dass all die Shampoos, Seren und Pillen unterm Strich ganz schön teuer sind.

 

Haarausfall hat immer Ursachen. Manchmal sind sie hormonell, manchmal entzündlich, manchmal erblich bedingt. Ohne Diagnose weißt du schlicht nicht, wo du ansetzen sollst. Also: erst Klarheit, dann Maßnahmen. Und ja, das bedeutet: ab zum Arzt. Nur eben zum richtigen. Da bleiben wir jetzt mal ganz pragmatisch:

Welcher Arzt ist bei Haarausfall der richtige Ansprechpartner?

Du musst nicht alle Termine gleichzeitig vereinbaren. Starte mit deinem Hausarzt. Der Rest ergibt sich Schritt für Schritt.

So bereitest du dich auf den Arztbesuch vor

Ein Arzttermin ist schnell vorbei. Damit du die Zeit gut nutzt, lohnt sich eine kurze Vorbereitung. Keinen Roman schreiben. Ein paar Notizen reichen völlig.

Eine Frau mit langen Haaren trägt ein Haarband so, dass man ihren Haaransatz nicht sieht.
Ein Haarband kaschiert den lichter werdenden Haaransatz.
Frau kaschiert mit einer großen Sonnenbrille im Haar dünner werdendes Haar im Scheitelbereich.
Brille im Haar verdeckt den breiter werdenden Scheitel, der Zopf kaschiert lichte Stellen bei Wind und Bewegung.

Maßnahme 2: Passe dein Styling so an, dass es den Haarausfall kaschiert

Styling kann in der frühen Phase erstaunlich gut helfen. Wenn noch ausreichend Eigenhaar vorhanden ist, lassen sich lichte Stellen oft gut kaschieren. Gerade während du auf Arzttermine und Ergebnisse wartest, kann das eine echte Erleichterung sein. 

Kleine Styling-Tricks bei lichtem Haar

Damit hab ich gute Erfahrungen gemacht: Produkte, die beim Kaschieren helfen.

produkte die beim Kaschieren von Haarausfall helfen: Haarpuder, Ansatzspray, Schüttelhaar und Volumenpuder.

Styling ist eine gute Lösung für den Moment. Aber wenn du merkst, dass diese Tricks nicht mehr ausreichen oder deine Therapie länger dauert, wird es Zeit für Maßnahme 3. Denn jedes Kämmen und Toupieren belastet auf Dauer dein Eigenhaar.

 

Deshalb: Nutze Styling solange es sich für dich und dein Haar gut anfühlt. Und zögere nicht, Schritt 3 zu gehen.

Maßnahme 3: Finde einen Haarersatz, der zu dir passt

Eine Therapie gegen Haarausfall braucht Zeit. Selbst wenn sie gut anschlägt, wachsen Haare nicht über Nacht nach. Bis sie wieder die gewohnte Länge und Fülle haben, können Monate oder sogar Jahre vergehen. Diese Übergangszeit ist oft die eigentliche Herausforderung. Du behandelst zwar die Ursache. Aber jeden Tag kaschierst du die lichten Stellen. Das nervt, frustriert und schadet auf Dauer dem Haar.

Haarersatz lohnt sich, wenn

Welcher Haarersatz passt zu dir?

Keine Sorge, es muss nicht unbedingt eine Vollperücke sein. Welche Lösung für dich am besten passt, hängt davon ab, wo der Haarausfall auftritt und wie das Eigenhaar beschaffen ist.

LösungGeeignet beiFazit
Haarverdichtung (Strähnen, Tressen)Feinem Haar mit kräftigen Wurzelnnur bei kräftigen Haarwurzeln zu empfehlen
Haarteil / Topper (Clip)Lichten Stellen, ausreichend Eigenhaar an den SeitenNatürlichste Option bei moderatem Ausfall
Perücke (Vollperücke)Starkem oder vollständigem Haarverlust;
dem Wunsch nach kompletter Veränderung
Jederzeit perfekt gestylt
Haarteil / Haarsystem (mit dem Eigenhaar verwebt)Starkem Ausfall mit kräftigem ResthaarFür mich keine Empfehlung, da dauerhaft im Haar verwebt und sehr kostenintensiv

Meine Empfehlung: Topper oder Perücke

Meine klaren Empfehlungen bei Haarausfall sind Topper oder Perücke. Beide schonen das eigene Haar und du bist unabhängig von regelmäßigen Besuchen im Haarstudio. Denn Extentions, Haarsysteme und Tressen müssen in regelmäßigen Abständen neu befestigt werden. Eine Belastung für dich, dein Haar und deinen Geldbeutel.

Topper bei Haarausfall am Oberkopf

Als ich gemerkt habe, dass mein Haar am Oberkopf lichter wurde, hat mir meine Frisörin einen Topper empfohlen. Diesen hat sie in meiner Haarfarbe getönt und entsprechend meiner Frisur eingefärbt. Zuerst war es ein ganz kleines Modell, später brauchte ich eines, das mehr abdeckt. In dieser Zeit war mein Topper die perfekte Lösung.

Wann geeignet
Vorteile:
Drei braune Langhaar-Perücken auf einem Ständer.
Frau mit Kunsthaarperücke bei hoher Luftfeuchtigkeit

Perücke bei starkem Haarausfall

Ich weiß, „Perücke“ klingt für dich nach kratzig, künstlich, nach Oma. Mir ging das genauso. Deshalb war ich tottraurig, als mein Topper nicht mehr ausreichte. Aber heute liebe ich meine „Fiffis“. Sie sind richtig schön, fühlen sich klasse an und sehen natürlich aus. Außerdem sind sie so etwas wie ein „Wellness-Refugium“, unter dem sich meine eigenen Haare erholen können.

Wenn du meine Meinung hören willst: Eine gute Perücke ist bei Haarausfall eine kleine Sensation. Du hast sofort volles, gestyltes Haar. Bad Hair Days haben andere. Ich hab immer ein schickes Frisürchen im Schrank. Und du kannst Frisuren tragen, die mit deinem Eigenhaar vielleicht nie möglich gewesen wären.

Wann geeignet
Vorteile:

Das Angebot an Haarersatz ist groß und auf den ersten Blick ziemlich unübersichtlich. Wer sich dabei unsicher ist, muss das nicht alleine herausfinden. Genau dafür bin ich da.

Die 3 Fehler, die du bei Haarausfall nicht machen solltest

Fazit

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Manchmal will man einfach nur kurz mit jemandem reden, der versteht, worum es geht. Das bin ich. Klick einfach auf den Link unten und verabrede ein Telefonat mit mir. 15 Minuten nur für Dich. Kein Verkaufsgespräch, kostenlos und unverbindlich. 

Häufige Fragen zum Thema Haarausfall bei Frauen

Nicht unbedingt. Haarausfall kann viele Ursachen haben, von hormonellen Veränderungen über Nährstoffmängel bis hin zu erblichen Faktoren. Entscheidend ist, die Ursache frühzeitig medizinisch abklären zu lassen.
Dennoch: Es gibt dauerhaften Haarausfall gegen den kein Kraut gewachsen ist. Und manchmal ist es auch so, dass sich das Haar erholt aber der Haarersatz viel schöner ist.

Sobald du merkst, dass dein Haar über mehrere Wochen deutlich dünner wird oder sich dein Scheitel sichtbar verändert, solltest du aktiv werden.

Intensives Föhnen, Toupieren oder starkes Fixieren kann feines und geschwächtes Haar zusätzlich belasten. Als kurzfristige Überbrückung ist Styling völlig in Ordnung. Auf Dauer ist es für dein Haar besser, wenn du es möglichst wenig stresst.

Das kommt auf die Perücke an. In meiner Beratung StyleStart lernst du genau zu erkennen, was den Unterschied macht.

Ein Topper eignet sich besonders bei lichten Stellen am Oberkopf, wenn noch ausreichend Eigenhaar vorhanden ist. Bei sehr starkem diffusem Haarverlust ist eine Vollperücke meist die stabilere und entspanntere Lösung.

Das hängt von deinem aktuellen Haarstatus, deinem Alltag und deinen persönlichen Vorlieben ab. Wichtig ist, eine Lösung zu wählen, die zu deiner Situation passt und sich anpassen lässt, falls sich dein Haarausfall verändert. Meine unabhängige Beratung hilft dabei, kostspielige Fehlkäufe zu vermeiden.

Gesetzliche Krankenversicherungen beteiligen sich an den Kosten einer Perücke, wenn ein medizinisch notwendiger Grund für den Haarverlust vorliegt und ein Arzt dieses Hilfsmittel (Zweithaar) auf einem „roten Rezept“ verordnet. Die Höhe der Zuschüsse variiert zwischen den Krankenkassen. Versicherte sollten sich stets vor dem Kauf mit ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen.

Über die Autorin

Regina Tschöpe ist Perückenberaterin. Als Gründerin von HairUpGirl testet sie Modelle und Techniken auf Aussehen und Alltagstauglichkeit – und zwar meist am eigenen Kopf: Denn Regina trägt seit Jahren selbst Perücken. Ihre Kundinnen berät sie unabhängig von Marken, Studios und Verkaufsprovisionen. In ihrem Blog teilt sie eigene Erfahrungen mit dem Zweithaar, gibt konkrete Hinweise zum Perückenkauf und verrät Tipps rund um Styling, Pflege und das Leben mit Haarersatz.

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